11.07.2017
Gästebucheintrag

Schon bei der Anreise am Freitag haben wir uns bei der Pension „zum Hammer“ gut aufgenommen gefühlt. Bereits am ersten Tag machten wir einen kleinen Spaziergang. Die Gegend um die Pension ist wunderschön und wild. Wir kommen aus dem Allgäu, selbst hier sind wilde und ruhige Gegenden wie in der Lausitz undenkbar geworden auf Grund der Besiedelungsdichte.

Am Samstag lernten wir dann Kati, Stephan, Leika und  Bobby  kennen. Die Informationen die wir von Beiden in Form eines kleinen Vortrages bekamen, waren sehr interessant und die beiden verstanden es, Diese auf eine lockere, witzige Art zu erläutern. Danach zeigten die beiden uns einige Orte, an denen Wölfe bereits gesehen wurden. An dieser Stelle einen großen Dank an Kati, dass sie sich trotz ihrer Elternzeit die Zeit genommen hat, ein paar Stunden mit uns zu verbringen.

Am Abend dann fuhren wir an einen Beobachtungsstandort, an dem Stephan bereits öfter Wölfe gesehen hatte. Dort haben wir an diesem Abend zwar keine Wölfe gesehen, dafür einen Seeadler, Kraniche und Rehe. Schon allein das Wissen, sie sind da irgendwo, war aufregend und etwas ganz besonderes.

Am nächsten Morgen sind wir um 4 Uhr aufgestanden um wieder an den Aussichtsplatz zu fahren.

Dort warteten bereits einige Natur- und Tierfotografen auf die verschiedenen Wildtiere, natürlich allen voran auf den Wolf. Wir erlebten an diesem Tag regelrechte Naturdramen. Ein kleines Wildschweinfrischling ertrank in einem See, weil es der Rotte nicht folgen konnte. Kraniche flogen wild umher und waren in Paarungsstimmung, Hasen hoppelten über das ehemalige Tagebaugelände und ein Seeadlerpaar wärmte sich in den ersten Sonnenstrahlen des Tages. Aber dem nicht genug, auf einmal sagte jemand „Wolf“ und dann ging es los. Jeder suchte angestrengt mit dem Fernglas und Stephans „Profiausrüstung“ nach dem gesichteten Wolf. Es dauerte noch eine halbe Stunde bis er wieder auftauchte und mit ihm noch 2 andere Wölfe des Seenlandrudels. Sie spielten, liefen hin und her, erleichterten sichJ, jagten dem Seeadler nach. Wir konnten die Wölfe sicherlich mindestens 25 Minuten beobachten. Ich war sehr ergriffen, dieses anmutige Tier in Freiheit zu sehen und hätte sie ewig weiter beobachten können. Hier möchten wir uns nochmal ganz besonders bei Stephan bedanken, der sich so viel Mühe gab und Zeit genommen hat um uns dies zu ermöglichen.

Am Nachmittag fuhren wir auf einen ehemaligen Truppenübungsplatz und fanden dort eine Wolfslosung wie im Bilderbuch…mitten auf einer Wegkreuzung. Stephan erklärte uns, was man damit alles herausfinden kann und was die Forscher tun, wenn sie eine vermeindliche Wolfslosung entdecken. Dabei lernten wir viel über die Arbeit der Forscher und der Biologen. Ebenfalls wie im Bilderbuch waren die Spuren des Wolfes im Sand. Stephan erklärte uns wie man in etwa feststellen kann, ob es tatsächlich Wolfsspuren sind oder nicht. Er sagte aber auch, dass niemand 100% genau sagen kann, ob es sich um einen Wolf oder großen Hund handelt.

Ich hatte meiner Mutter dieses Wochenende zum Geburtstag geschenkt und dank Stephan war dieses Wochenende genau so wie ich es mir erhofft hatte. Danke, dass ihr es ermöglicht habt meiner Mutter diesen Traum, einen wilden Wolf zu sehen, ermöglicht habt. Ihr seid klasse!!!!!!!